Später Anfang, langer Atem
Mit 37 zum Saxophon gefunden und
seither nicht mehr losgekommen.
Mit fünf Jahren saß ich zum ersten Mal am Klavier. Musik war von da an immer da, im Hintergrund, selbstverständlich, ein Teil des Alltags. Aber das Instrument, das mich wirklich gepackt hat, ließ sich Zeit damit, aufzutauchen.
Mit 37 kam das Saxophon. Ein später Anfang, wie viele sagen. Ich habe es nie so empfunden. Vielleicht braucht man ein paar Jahre, um zu wissen, welcher Klang der eigene ist. Seit über 25 Jahren spiele ich jetzt, und der Reiz ist derselbe geblieben wie am ersten Tag.

Heute spiele ich Sopran, Alt, Tenor und Bariton. Vier Instrumente, vier Stimmen, und je nach Anlass wähle ich die, die am besten passt. Mal solo, mal als leiser Hintergrund bei einem Empfang, mal mitten in einer Band, wenn es lauter werden darf.
Am liebsten spiele ich dort, wo Musik nicht einfach nebenbei läuft. Wo jemand kurz stehen bleibt, den Kopf hebt und zuhört. Diese Momente sind der Grund, warum ich das Saxophon vor über 25 Jahren in die Hand genommen und nie wieder weggelegt habe.